
Medizinische Schwerpunkte
In der Klinik für Thoraxchirurgie werden sämtliche gutartigen und bösartigen Erkrankungen der zentralen Atemwege, der Lungen, des Mediastinums und der Brustwand einschließlich angrenzender Regionen behandelt. Zu den häufigsten Diagnosen gehören das Lungenkarzinom, Lungenmetastasen, das Pleuramesotheliom sowie Sarkome. Weitere Behandlungsverfahren der Abteilung umfassen die Chirurgie bei Pleuraempyem, Myasthenie, Mediastinaltumoren, Lungenemphysem und Brustwandfehlbildungen.
Tägliche interdisziplinäre Konferenzen stellen eine kompetente fachliche Beurteilung ambulanter Patientinnen und Patienten bereits bei Erstkontakt sicher. Alle Patientinnen und Patienten mit onkologischen Erkrankungen der Thoraxorgane werden in einer allwöchentlichen interdisziplinären Konferenz (Lungenkrebszentrum und Kooperationspartner) ausgiebig mit dem Ergebnis einer verbindlichen Therapieempfehlung diskutiert. Zunehmend werden die sogenannten videoassistierten, minimal-invasiven Verfahren („Schlüsselloch-OP“,VATS) durchgeführt. Wir konnten zudem im Frühstadium des peripheren Lungenkrebs die operative Methode der minimal-invasiven Lungenlappenresektion (VATS-Lobektomie) im Behandlungsspektrum unserer Klinik fest etablieren. Organüberschreitende Prozesse und insbesondere komplexe Multiviszeralresektionen sowie rekonstruktive Eingriffe an Thoraxwand und zentralem Tracheobronchialsystem werden in der Regel über offene Standardeingriffe („Thorakotomie“) vorgenommen.
Die lungengewebesparende Laserchirurgie (Dioden-Laser-Technik, 1318nm) steht für besondere Resektionsverfahren, beispielsweise die Metastasenchirurgie und thorakoskopische Resektionen bereit. Bei Bedarf werden chirurgische Eingriffe gemeinsam mit kooperierenden operativen Fächern unserer Klinik (Unfallchirurgie, HNO) sowie des Klinikums Bergmannstrost in Halle (Neurochirurgie) durchgeführt. Zu wissenschaftlichen Zwecken werden zudem Lungenproben zur Erforschung neuer Erkenntnisse pulmonaler Erkrankungen in Bezug auf Umwelteinflüsse dem Institut für Toxikologie und Umwelttoxikologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, unter der Leitung von Frau Prof. Dr. med. Foth, zugesandt.
