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Kinder werden darauf vorbereitet "mit Kraft, Fantasie und Stärke Krankheit zu begegnen"

Bildungsprojekt "Jonas will´s wissen" mit Puppentheater, Martha-Maria und Krebsgesellschaft startet

Das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau führt in Kooperation mit der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft und dem Puppentheater der Bühnen Halle das Projekt „Jonas will’s wissen“ durch.

 

"Jonas will´s wissen" ist ein Bildungsprojekt, das über einen Zeitraum von drei Jahren an der Lessinggrundschule jeweils in der vierten Klassenstufe durchgeführt wird.

Die Leitfigur für dieses Projekt ist eine Puppe aus dem Puppentheater: Jonas. Er steht für die Frage der Kinder, aber auch für die Fragen der Eltern im Zusammenhang mit unheilbarer Krankheit. Und er – Jonas – will’s wissen. Er will nicht ausgeschlossen sein aus dem, was die Erwachsenen traurig macht und freut.

Die Idee dazu entstand direkt aus Fragen von Eltern an die Mitarbeitenden der Palliativstation, ob es Kindern zumutbar ist, im Krankenhaus unheilbar kranke Angehörige besuchen. Die Erfahrung zeigt, dass es in der Regel für die Kinder und für die Betroffenen sehr hilfreich ist, das zu tun.

Prof. Dr. Schütte, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Martha-Maria, und Ilka Hammer, stellvertretende Pflegedienstleitung und Projektleiterin, schreiben im zum Projekt gehörenden Spendenflyer: „Das Projekt bereitet Kinder darauf vor, mit Kraft, Stärke und Fantasie Krankheit zu begegnen. Kinder davon fernzuhalten bedeutet, sie im späteren Leben zu belasten. Das belegen Studien.“

Die Kooperationspartner haben über viele Wochen, auch in Gesprächen mit Lehrerinnen und Lehrern der Lessinggrundschule, dazu ein Curriculum entwickelt. Gestartet ist das Projekt mit einer Fortbildungsveranstaltung für die Lehrerinnen und Lehrer und mit einem Einführungsabend für die Eltern am 23.02.2017.

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Das Projekt „Jonas will’s wissen“ ist gestartet

„Jonas will’s wissen“ – ein Pilotschul-Projekt am Krankenhaus Martha-Maria Halle- Dölau

Das erste Projektjahr konnte mit einem Spendenaufkommen von 15.000 Euro durchgeführt werden. Wir danken allen, die uns unterstützt haben!

Nun heißt es weiter Spenden zu sammeln, damit die nächsten 2 Jahre auch durchgeführt werden können.

Der Benefizabend am Freitag, den 20.10.2017 in der Villa Rabe leistete dazu einen Beitrag und informierte interessierte Spender über das Projekt. Wir danken der Christlichen Akademie für die kostenlose Nutzung der wunderschönen Räumlichkeiten für diesen Abend.

Cordula Naumann (Gesang) und Eckart Gleim (Gitarre) haben mit ihrer ganz besonderen Liedauswahl „handverlesene, gecoverte Lieder vom Leben und Lieben…“  diesem Abend eine zärtliche und kraftvolle Ummantelung gegeben.

Der Benefizabend hatte dadurch eine Leichtigkeit        , die sich auf alle übertragen hat.

Und beiden spürte man die Hingabe und Liebe ab, für das Projekt „Jonas will’s wissen“ zu singen und zu spielen.

Die Zeit ist kostbar, wenn Menschen erfahren, dass sie an einer unheilbaren Krankheit erkrankt sind. Dank den modernen Möglichkeiten der Medizin kann sich eine lebensbedrohliche Erkrankung zwar auch über Jahre stabil halten, doch heilbar ist sie nicht.

Kinder frühzeitig in diesen Prozess miteinzubeziehen, dafür steht das Pilot-Schulprojekt „Jonas will’s wissen“. Es ist ein Kooperationsprojekt des Krankenhauses Martha-Maria Halle-Dölau, des Puppentheaters Halle und der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft.

Die Kunstfigur „Jonas will’s wissen“ steht exemplarisch für das Kind, das fragt und gehört und gesehen werden will.

Das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau hat durch eine Spende dafür eine Puppe vom Puppentheater erworben: Jonas – er ist nun im Krankenhaus anzutreffen.

Jonas zeigt, Kinder können sehr wohl Schwerkranke und Sterbende im Krankenhaus besuchen, wenn sie mit einer entsprechenden Haltung von den Erwachsenen begleitet werden.

Ralf Meyer, der Regisseur vom Puppentheater Halle, der für dieses Projekt ein eigenes Stück geschrieben hat, war persönlich anwesend und erläuterte die Intention und die Entstehung des Stückes. Das, was unausgesprochen im Raum steht, wenn es um eine unheilbare Erkrankung geht, nämlich die Fragen um Tod und Sterben, ganz konkret zu stellen. Appell des Stückes: Kinder mit ihren Fragen ernst zu nehmen und die eigene Angst der darüber zu sprechen zu überwinden.

Das 10-minütige Theaterstück ist die Eröffnung, der Projekttage, die das  Projektteam „Jonas will’s wissen“ dieses Jahr in der Lessing-Grundschule durchgeführt hat.

Sven Weise, von der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, der eindringlich erzählte, dass Kinder am besten vom Beginn der Diagnose einer unheilbaren Erkrankung altersgemäß einbezogen werden. So verkraften sie die unheilbare Erkrankung eines Familienangehörigen am besten.

Sylvia Werner, Theaterpädagogin des Puppentheaters Halle erläuterte das kreative und pädagogische Konzept der Projekttage; Kunst und Wissenschaft begegnen sich im personalen Sinn; je eine Fachkraft aus der Palliativstation und eine Pädagogin arbeiten mit den Kindern zusammen. 2 Projekttage werden in der Schule durchgeführt, der 3. Projekttag direkt im Krankenhause.  Im neuen Spielplan des Puppentheaters wird das Thema weitergeführt.   „ÜBERALL UND NIRGENDS“   - neu im Spielplan 2018 – ist ein Stück für Kinder und Erwachsene – rund um die Fragen zur Endlichkeit und der Kostbarkeit des Lebens.

Die erste Durchführung der Projekttage im April 2017 war ein voller Erfolg. Kindern und Eltern hat es gefallen, dass sie konkret etwas zu Krankheit erfahren haben, Berührungsängste überwinden konnte, gelernt haben, wie sie Menschen respektvoll und wohltuend berühren können, wie sie einen sicheren inneren Ort aufsuchen können, wenn sie traurig sind und wie sie mit ihren unterschiedlichen Gefühlen einen guten, von ihnen selbst bestimmten Platz bei dem Kranken finden.

Highligt war der Besuch im Krankenhaus; das war für die Teilnehmenden sichtbar an den bunten Bildern der Diashow.

 

Impressionen vom Jonas Schulprojekt
  • Jonas diskutiert mit seinen Eltern
  • Das Jonas-Projektteam
  • Theaterstück "Jonas will´s wissen" in der Turnhalle der Lessingschule
  • Unterwegs im Krankenhaus Martha-Maria - Physiotherapie
  • In der Röntgenabteilung: Jonas wird geröntgt
  • Jonas erschöpft
  • Schülergruppe mit Frau Schober im Gelände unterwegs
  • Notaufnahme
  • Präsentation der Ergebnisse. Die "Sorgenfresser"
  • "Den Klang spüren"
  • "Musik heilt die Seele und lindert den Schmerz"
  • Röntgenbild von "Jonas"
  • Schwester Anja von der Palliativstation
  • Inès Brock, Psychologin, mit den Kindern aus ihrer "Blüte" (Arbeitsgruppe)
"Jonas" soll Kinder anregen, "mit Kraft, Stärke und Fantasie Krankheit zu begegnen"

"Jonas" soll Kinder anregen, "mit Kraft, Stärke und Fantasie Krankheit zu begegnen"

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