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Kinder werden darauf vorbereitet "mit Kraft, Fantasie und Stärke Krankheit zu begegnen"

Bildungsprojekt "Jonas will´s wissen" mit Puppentheater, Martha-Maria und Krebsgesellschaft startet

Das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau führt in Kooperation mit der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft und dem Puppentheater der Bühnen Halle das Projekt „Jonas will’s wissen“ durch.

"Jonas will´s wissen" ist ein Bildungsprojekt, das über einen Zeitraum von drei Jahren an der Lessinggrundschule jeweils in der vierten Klassenstufe durchgeführt wird.

Die Leitfigur für dieses Projekt ist eine Puppe aus dem Puppentheater: Jonas. Er steht für die Frage der Kinder, aber auch für die Fragen der Eltern im Zusammenhang mit unheilbarer Krankheit. Und er – Jonas – will’s wissen. Er will nicht ausgeschlossen sein aus dem, was die Erwachsenen traurig macht und freut.

Die Idee dazu entstand direkt aus Fragen von Eltern an die Mitarbeitenden der Palliativstation, ob es Kindern zumutbar ist, im Krankenhaus unheilbar kranke Angehörige besuchen. Die Erfahrung zeigt, dass es in der Regel für die Kinder und für die Betroffenen sehr hilfreich ist, das zu tun.

Prof. Dr. Schütte, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Martha-Maria, und Ilka Hammer, stellvertretende Pflegedienstleitung und Projektleiterin, schreiben im zum Projekt gehörenden Spendenflyer: „Das Projekt bereitet Kinder darauf vor, mit Kraft, Stärke und Fantasie Krankheit zu begegnen. Kinder davon fernzuhalten bedeutet, sie im späteren Leben zu belasten. Das belegen Studien.“

Die Kooperationspartner haben über viele Wochen, auch in Gesprächen mit Lehrerinnen und Lehrern der Lessinggrundschule, dazu ein Curriculum entwickelt.

"Überall und nirgends" Jonas-Projektstart im Puppentheater

Termin: Dienstag, 27. Februar | 09.30 Uhr | Puppentheater Halle

Am kommenden Dienstag, den 27. Februar, geht das Projekt „Jonas will’s wissen“ in die zweite von drei Runden. Die Kooperation des Puppentheaters Halle, des Krankenhauses Martha-Maria Halle-Dölau und der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft beschäftigt sich in einem Evaluationsprojekt über einen Zeitraum von drei Jahren mit den Themen der Palliativarbeit. Alle Projektbeteiligten sind am Dienstag zum Termin anwesend.

Die Leitfigur für dieses Projekt ist eine Puppe aus dem Puppentheater: Jonas. Er steht für die Fragen der Kinder, aber auch für die Fragen der Eltern im Zusammenhang mit unheilbaren Krankheiten. Und er – Jonas – will’s wissen. Er will nicht ausgeschlossen sein aus dem, was die Erwachsenen traurig macht und freut. Ein Projektzyklus umfasst eine Fortbildung für Eltern, für Pädagog*innen, zwei interaktive Projekttage in einer Schule, u.a. zu den Themen Resilienz und Gefühle, und einen spielerischen Informationstag im Krankenhaus. Der Schulpartner ist die Lessing-Grundschule im Paulusviertel in Halle, deren vierte Klassen am Projekt teilnehmen.

Der Start eines jeden Projektzyklus ist die Inszenierung „Überall und Nirgends“ im Puppentheater: kleine Geschichten zum großen Abschied nach Gedichten von Bette Westera.

Termin: Dienstag, 27. Februar | 09.30 Uhr | Puppentheater Halle

Jonas im Puppentheater am 27.2.2018

Jonas im Puppentheater am 27.2.2018

"Überall und nirgends" - Puppentheaterstück hilft dem Sterben und dem Tod gelassen zu begegnen

In der neuen Reihe „KiKuWi - Kinder Kunst und Wissenschaft“ des Puppentheaters Halle befragen Kindreporter ExpertInnen zu einem Thema aus Kunst und Wissenschaft. Die Reihe wurde eröffnet mit dem Bühnenstück „Überall & Nirgends“ für Erwachsene und Kinder (ab 8 Jahre) nach dem Gedichtband von Bette Westera,

Was bleibt von einem geliebten Menschen, wenn er stirbt, welche Fragen beschäftigen dabei Kinder?

Am 24. Februar gab es vor Beginn der Vorstellung  eine Gesprächsrunde speziell für Kinder ab 8 Jahren. Die zwei Kindreporter Koko und Frieder stellten Fragen an Sabine Schober (Pastorin im Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau) und an Sven Weise (Geschäftsführer der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft). Über diese Fragen bekam auch das Publikum einen Zugang zum Thema des Bühnenstücks und gleichzeitig Sachinformationen aus den jeweiligen Arbeitsfeldern der Experten.

So wurde deutlich, welche wichtigen Unterstützungsmöglichkeiten für kranke Menschen und deren Angehörige mit der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft und im Krankenhaus Martha-Maria angeboten werden

Der Kontakt zu den beiden Experten entstand durch ein gemeinsames Projekt „Jonas will’s wissen“ des Krankenhauses Martha-Maria Halle-Dölau mit der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft und dem Puppentheater Halle. Dieses Projekt will dazu ermutigen, dass Kinder schwerkranke Angehörige besuchen und so eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema „Sterben und Tod“ stattfindet und damit eine für alle Beteiligte hilfreiche Trauerarbeit geleistet werden kann.

Dieses Gespräch, das sowohl für Kinder als auch Erwachsene anregende Gedanken entfaltete, machte Lust darauf zu erfahren, was das Stück „Überall & Nirgends“ für Aspekte des Themas zur Sprache bringt.

Zwei „Erinnerungsmechaniker“ begleiten eine alte Dame auf ihrer letzten Wegstrecke. Dazu betreten sie einen Erinnerungsraum. Erinnerungen werden der Zeit entnommen und helfen im Greifen und Begreifen des Lebens die letzte Wegstrecke zu gestalten. Eine Inszenierung, die den Tod sichtbar macht und ihm doch sein Geheimnis lässt. Gedichte von Bette Westera sind in die Handlung so eingeflochten, dass sie das Gesehene anrührend vertiefen.

Die Begegnung mit dem Tod, die dieses Stück ermöglicht, lässt die Tragweite des Todes spüren und gleichzeitig verwandelt es die Schwere in schwebende Leichtigkeit.

Es ist zu hoffen, dass viele Kinder und auch Erwachsene diese Inszenierung besuchen. Sie ermöglicht eine Auseinandersetzung mit dem für alle Menschen existentiellen Thema, die hilft in realistischer Gelassenheit dem Sterben und dem Tod zu begegnen. Infos dazu: http://buehnen-halle.de/ueberall_und_nirgends

Auf jeden Fall startet das Projekt „Jonas will’s wissen“ am 27.02.2018 in diesem Jahr mit diesem Theaterstück mit den Schülerinnen und Schülern der vierten Klassenstufe der Lessinggrundschule und ihren Eltern. Sie werden dadurch ermutigt und befähigt, Sterben und Tod als etwas, das zum Leben dazu gehört, zu erfahren und Menschen in diesen Lebenssituationen und im Krankenhaus zu besuchen.

Vergleiche dazu auch Pressemitteilung zum 27. Februar 2018

Winfried Bolay, Krankenhausseelsorge Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau

„Jonas will’s wissen“ – ein Pilotschul-Projekt am Krankenhaus Martha-Maria Halle- Dölau

Das erste Projektjahr konnte mit einem Spendenaufkommen von 15.000 Euro durchgeführt werden. Wir danken allen, die uns unterstützt haben!

Nun heißt es weiter Spenden zu sammeln, damit die nächsten 2 Jahre auch durchgeführt werden können.

Der Benefizabend am Freitag, den 20.10.2017 in der Villa Rabe leistete dazu einen Beitrag und informierte interessierte Spender über das Projekt. Wir danken der Christlichen Akademie für die kostenlose Nutzung der wunderschönen Räumlichkeiten für diesen Abend.

Cordula Naumann (Gesang) und Eckart Gleim (Gitarre) haben mit ihrer ganz besonderen Liedauswahl „handverlesene, gecoverte Lieder vom Leben und Lieben…“  diesem Abend eine zärtliche und kraftvolle Ummantelung gegeben.

Der Benefizabend hatte dadurch eine Leichtigkeit, die sich auf alle übertragen hat.

Und beiden spürte man die Hingabe und Liebe ab, für das Projekt „Jonas will’s wissen“ zu singen und zu spielen.

Die Zeit ist kostbar, wenn Menschen erfahren, dass sie an einer unheilbaren Krankheit erkrankt sind. Dank den modernen Möglichkeiten der Medizin kann sich eine lebensbedrohliche Erkrankung zwar auch über Jahre stabil halten, doch heilbar ist sie nicht.

Kinder frühzeitig in diesen Prozess miteinzubeziehen, dafür steht das Pilot-Schulprojekt „Jonas will’s wissen“. Es ist ein Kooperationsprojekt des Krankenhauses Martha-Maria Halle-Dölau, des Puppentheaters Halle und der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft.

Die Kunstfigur „Jonas will’s wissen“ steht exemplarisch für das Kind, das fragt und gehört und gesehen werden will.

Das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau hat durch eine Spende dafür eine Puppe vom Puppentheater erworben: Jonas – er ist nun im Krankenhaus anzutreffen.

Jonas zeigt, Kinder können sehr wohl Schwerkranke und Sterbende im Krankenhaus besuchen, wenn sie mit einer entsprechenden Haltung von den Erwachsenen begleitet werden.

Ralf Meyer, der Regisseur vom Puppentheater Halle, der für dieses Projekt ein eigenes Stück geschrieben hat, war persönlich anwesend und erläuterte die Intention und die Entstehung des Stückes. Das, was unausgesprochen im Raum steht, wenn es um eine unheilbare Erkrankung geht, nämlich die Fragen um Tod und Sterben, ganz konkret zu stellen. Appell des Stückes: Kinder mit ihren Fragen ernst zu nehmen und die eigene Angst der darüber zu sprechen zu überwinden.

Das 10-minütige Theaterstück ist die Eröffnung, der Projekttage, die das  Projektteam „Jonas will’s wissen“ dieses Jahr in der Lessing-Grundschule durchgeführt hat.

Sven Weise, von der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, der eindringlich erzählte, dass Kinder am besten vom Beginn der Diagnose einer unheilbaren Erkrankung altersgemäß einbezogen werden. So verkraften sie die unheilbare Erkrankung eines Familienangehörigen am besten.

Sylvia Werner, Theaterpädagogin des Puppentheaters Halle erläuterte das kreative und pädagogische Konzept der Projekttage; Kunst und Wissenschaft begegnen sich im personalen Sinn; je eine Fachkraft aus der Palliativstation und eine Pädagogin arbeiten mit den Kindern zusammen. 2 Projekttage werden in der Schule durchgeführt, der 3. Projekttag direkt im Krankenhause.  Im neuen Spielplan des Puppentheaters wird das Thema weitergeführt.   „ÜBERALL UND NIRGENDS“   - neu im Spielplan 2018 – ist ein Stück für Kinder und Erwachsene – rund um die Fragen zur Endlichkeit und der Kostbarkeit des Lebens.

Die erste Durchführung der Projekttage im April 2017 war ein voller Erfolg. Kindern und Eltern hat es gefallen, dass sie konkret etwas zu Krankheit erfahren haben, Berührungsängste überwinden konnte, gelernt haben, wie sie Menschen respektvoll und wohltuend berühren können, wie sie einen sicheren inneren Ort aufsuchen können, wenn sie traurig sind und wie sie mit ihren unterschiedlichen Gefühlen einen guten, von ihnen selbst bestimmten Platz bei dem Kranken finden.

Highligt war der Besuch im Krankenhaus; das war für die Teilnehmenden sichtbar an den bunten Bildern der Diashow.

Impressionen vom Jonas Schulprojekt 2017
  • Jonas diskutiert mit seinen Eltern
  • Das Jonas-Projektteam
  • Theaterstück "Jonas will´s wissen" in der Turnhalle der Lessingschule
  • Unterwegs im Krankenhaus Martha-Maria - Physiotherapie
  • In der Röntgenabteilung: Jonas wird geröntgt
  • Jonas erschöpft
  • Schülergruppe mit Frau Schober im Gelände unterwegs
  • Notaufnahme
  • Präsentation der Ergebnisse. Die "Sorgenfresser"
  • "Den Klang spüren"
  • "Musik heilt die Seele und lindert den Schmerz"
  • Röntgenbild von "Jonas"
  • Schwester Anja von der Palliativstation
  • Inès Brock, Psychologin, mit den Kindern aus ihrer "Blüte" (Arbeitsgruppe)

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Das Projekt „Jonas will’s wissen“ ist gestartet
"Jonas" soll Kinder anregen, "mit Kraft, Stärke und Fantasie Krankheit zu begegnen"

"Jonas" soll Kinder anregen, "mit Kraft, Stärke und Fantasie Krankheit zu begegnen"

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Hier gelangen Sie zur Onlinepräsentation zum Projekt
Link zu den Impressionen des Schulprojektes 2018
Am letzten Projekttag des Jonas-Projektes mit der Lessingschule präsentierten die Kinder den Eltern ihre Ergebnisse aus dem Projekt. Impressionen aus dem beeindruckenden Schulprojekt.

Am letzten Projekttag des Jonas-Projektes mit der Lessingschule präsentierten die Kinder den Eltern ihre Ergebnisse aus dem Projekt. Impressionen aus dem beeindruckenden Schulprojekt.

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