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Paincert

Auszeichnung für qualifizierte Schmerztherapie

Die Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie Certkom e.V. und die Zertifizierungsgesellschaft painCert GmbH haben uns für unsere Bemühungen um eine qualifizierte Schmerztherapie am 16.11.2006 als einem der ersten fünf deutschen Krankenhäuser das Zertifikat "Schmerzfreies Krankenhaus" verliehen. Seit 2018 haben wir das Certkom-Siegel "Qualifizierte Schmerztherapie".

Schmerzen stellen eine der größten Sorgen dar, die Patienten im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt äußern.

Und tatsächlich: Häufig leidet ein nicht vertretbar hoher Anteil von Patienten auch im Krankenhaus nach Operationen oder bei akuten und chronischen internistischen Erkrankungen unter starken Schmerzen.

Martha-Maria Halle-Dölau hat sich deshalb entschlossen, die bestmögliche Schmerzbehandlung für seine Krankenhauspatienten anzubieten.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir uns im Jahr 2003 um die Teilnahme an dem bundesweiten Projekt "Schmerzfreies Krankenhaus" beworben und sind als eines von fünf Krankenhäusern in Deutschland für das Pilotprojekt ausgewählt worden.

Träger des Forschungsprojektes sind:

Ein Expertenteam von Anästhesisten, Biometrikern, Internisten, Pflegewissenschaftlern und Schmerztherapeuten aus den Universitäten Bochum, Bonn, Osnabrück und Witten/Herdecke erarbeitete, steuerte und begleitete das Projekt.

Ziel war und ist die wissenschaftlich fundierte Verbesserung der Schmerztherapie im Krankenhaus durch die Einführung qualifizierter fach- und berufsgruppenübergreifender Therapiestandards im Blick auf akute und chronische Schmerzen sowie durch gezielte Fortbildungen der verantwortlichen Ärzte und Pflegenden. 

Anfang 2004 erfolgte die Bestandsaufnahme durch die Mitarbeiter des Projektes und die Koordinatoren im Haus. Fragebögen wurden ausgegeben und Interviews mit Patienten, Ärzten und Pflegekräften geführt.
Die auf diesem Weg erhobenen Daten flossen ein in eine differenzierte Analyse der Schmerztherapie in unserem Krankenhaus, aus der wesentliche Schlussfolgerungen für die Verbesserung und Systematisierung des Schmerzmanagements abgeleitet wurden.

Im Zeitrahmen von ca. einem Jahr wurden durch eine interprofessionell und interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppe unter Leitung von Oberärztin Michel (Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin) die erforderlichen Maßnahmen konzipiert und deren Umsetzung in der Praxis des klinischen Alltags vorbereitet.

Im Frühjahr 2005 erfolgte - wiederum anhand von Fragebögen, Interviews und Analysen - die Re-Evaluation durch die Mitarbeiter des Forschungsprojektes. Es wurde geprüft, inwieweit es uns gelungen ist, ein wissenschaftlich fundiertes und umfassendes Schmerzmanagement zu implementieren und zu praktizieren.

Für die ausgezeichneten Ergebnisse bei unseren Bemühungen um ein qualifiziertes Schmerzmanagement wurden wir, als einziges Krankenhaus bundesweit, sowohl in allen operativen als auch in allen konservativen Fachbereichen unseres Krankenhauses zertifiziert.

Um die hohe Qualität der Schmerztherapie aufrecht zu erhalten, muss sich das Krankenhaus alle drei Jahre dem Zertifizierungsprozeß stellen (Re-Zertifizierung). Im November 2009 begann durch Certkom e.V. und painCert GmbH eine erneute Überprüfung der Strukturen und Prozesse zur Schmerztherapie am KH Martha-Maria Halle-Dölau und die Patientenzufriedenheit wurde mit Fragebögen erneut evaluiert. Im Ergebnis der Re-Zertifizierung wurde uns die hohe Qualität der Schmerztherapie nicht nur bestätigt, sondern es konnte sogar eine Verbesserung der Ergebniskriterien gezeigt werden. Am 17.November 2010 wurde uns als erstem Krankenhaus bundesweit erneut das Zertifikat „Schmerzfreies Krankenhaus“ verliehen. Das Zertifikat „Schmerzfreies Krankenhaus“ wird nur verliehen, wenn sich alle Abteilungen eines Krankenhauses erfolgreich am Zertifizierungsprozess beteiligen.

Wichtige Säulen des zeritifizierten Schmerzmanagements sind

  • die frühe und aktive Einbeziehung der Patienten;
  • die kontinuierlich arbeitende interdisziplinäre und interprofessionelle Schmerzkonferenz;
  • der 24-h-Akutschmerzdienst und
  • der Einsatz von zwei Pain-Nurses (Schmerzschwestern)

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