x
Zu den Inhalten springen
zurück zur Übersicht

"Überall und nirgends" - Puppentheaterstück hilft dem Sterben und dem Tod gelassen zu begegnen

In der neuen Reihe „KiKuWi - Kinder Kunst und Wissenschaft“ des Puppentheaters Halle befragen Kindreporter ExpertInnen zu einem Thema aus Kunst und Wissenschaft. Die Reihe wurde eröffnet mit dem Bühnenstück „Überall & Nirgends“ für Erwachsene und Kinder (ab 8 Jahre) nach dem Gedichtband von Bette Westera,

Was bleibt von einem geliebten Menschen, wenn er stirbt, welche Fragen beschäftigen dabei Kinder?

Am 24. Februar gab es vor Beginn der Vorstellung  eine Gesprächsrunde speziell für Kinder ab 8 Jahren. Die zwei Kindreporter Koko und Frieder stellten Fragen an Sabine Schober (Pastorin im Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau) und an Sven Weise (Geschäftsführer der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft). Über diese Fragen bekam auch das Publikum einen Zugang zum Thema des Bühnenstücks und gleichzeitig Sachinformationen aus den jeweiligen Arbeitsfeldern der Experten.

So wurde deutlich, welche wichtigen Unterstützungsmöglichkeiten für kranke Menschen und deren Angehörige mit der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft und im Krankenhaus Martha-Maria angeboten werden

Der Kontakt zu den beiden Experten entstand durch ein gemeinsames Projekt „Jonas will’s wissen“ des Krankenhauses Martha-Maria Halle-Dölau mit der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft und dem Puppentheater Halle. Dieses Projekt will dazu ermutigen, dass Kinder schwerkranke Angehörige besuchen und so eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema „Sterben und Tod“ stattfindet und damit eine für alle Beteiligte hilfreiche Trauerarbeit geleistet werden kann.

Dieses Gespräch, das sowohl für Kinder als auch Erwachsene anregende Gedanken entfaltete, machte Lust darauf zu erfahren, was das Stück „Überall & Nirgends“ für Aspekte des Themas zur Sprache bringt.

Zwei „Erinnerungsmechaniker“ begleiten eine alte Dame auf ihrer letzten Wegstrecke. Dazu betreten sie einen Erinnerungsraum. Erinnerungen werden der Zeit entnommen und helfen im Greifen und Begreifen des Lebens die letzte Wegstrecke zu gestalten. Eine Inszenierung, die den Tod sichtbar macht und ihm doch sein Geheimnis lässt. Gedichte von Bette Westera sind in die Handlung so eingeflochten, dass sie das Gesehene anrührend vertiefen.

Die Begegnung mit dem Tod, die dieses Stück ermöglicht, lässt die Tragweite des Todes spüren und gleichzeitig verwandelt es die Schwere in schwebende Leichtigkeit.

Es ist zu hoffen, dass viele Kinder und auch Erwachsene diese Inszenierung besuchen. Sie ermöglicht eine Auseinandersetzung mit dem für alle Menschen existentiellen Thema, die hilft in realistischer Gelassenheit dem Sterben und dem Tod zu begegnen. Infos dazu: http://buehnen-halle.de/ueberall_und_nirgends

Auf jeden Fall startet das Projekt „Jonas will’s wissen“ am 27.02.2018 in diesem Jahr mit diesem Theaterstück mit den Schülerinnen und Schülern der vierten Klassenstufe der Lessinggrundschule und ihren Eltern. Sie werden dadurch ermutigt und befähigt, Sterben und Tod als etwas, das zum Leben dazu gehört, zu erfahren und Menschen in diesen Lebenssituationen und im Krankenhaus zu besuchen.

Vergleiche dazu auch Pressemitteilung zum 27. Februar 2018

Winfried Bolay, Krankenhausseelsorge Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau

zurück zur Übersicht
Frieder und Koko befragen Sabine Schober und Sven Weise

Frieder und Koko befragen Sabine Schober und Sven Weise

© 2018 Martha-Maria Impressum . Datenschutz.