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Strukturen mit Kaffee, Rost, Asche und Muschelschalen

Die Künstlerin Katrin Wetzel stellte auf ihrer Vernissage am 2. Juli eine Reihe meist großformatiger, abstrakter Ölbilder im Krankenhaus Martha-Maria in Dölau vor. Die Ausstellung, die von der Martha-Maria Stiftung organisiert wird, wird bis zum 16. September zu sehen sein.

Rissige Erde, trockene Salzseen oder ein Blick von weit oben auf eine Wasserlandschaft- das sind die Assoziationen, die man bei der Betrachtung der großformatigen Gemälde von Katrin Wetzel zunächst hat. Tatsächlich arbeitet die Künstlerin, die mit den beiden Töchtern aus dem Erzgebirge zur Vernissage angereist war, mit Materialien wie Asche, Rost, Muschelschalen, Sand und Kaffeesatz, um ihren Bildern eindrückliche Strukturen und Tiefe zu geben, die sie eher als dreidimensionale Reliefs von Landschaften erscheinen lassen, denn als flächige Bilder. Es sind Spuren, die sich eingraben und "Spurensuche" ist denn auch das Thema der Ausstellung.

Pastor Bolay, der die Laudatio hielt, griff das Thema Spurensuche auf und setzte es in den Kontext der Spurensuche in unserm Leben.
Der Prozess des Auftragens von Farben, Pasten, Kaffeesatz, das Abtragen von Farbe, das Verwittern, Verrosten und der erneute Auftrag von Farbe auf den Bildern hat etwas sehr Symbolisches für unseren Lebensweg, der auch nicht eindimensional sondern sehr vielschichtig ist. Gerade bei den Bildern mit dem Titel "Hartbeat" könnte man durchaus die Assoziation zu Patientenschicksalen haben.

Aber es gibt auch fröhliche Aspekte in ihrer Malerei: so regt der Titel "Kaffeeklatsch" von zwei Bildern - die Lieblingsbilder der Künstlerin -  zum Schmunzeln ein -  hier kann sowohl das leichte Gespräch beim Kaffee gemeint sein, als auch das Verwenden und "Aufklatschen" von Kaffee und Kaffeesatz als Struktur auf das Bild - die kaffeeähnliche Farbgebung lässt beide Interpretationen zu. Die Lieblingsbilder der beiden Töchter Lena und Hanna sind, wie sie verrieten, allerdings nicht auf der Ausstellung, sondern hängen im Wohnhaus, einem Bauernhof im Erzgebirge, wo die Künstlerin neben ihrem Atelier unterm Dach auch noch Kreativkurse leitet, wie das Klöppeln von Schmuck mit Silberdraht, eine selbst erfundene Technik der vielseitigen Künstlerin.

Das Interesse an der Ausstellung war bei Patienten und Mitarbeitenden jedenfalls groß und bei der musikalischen Untermalung von Rolf Meske am Saxophon blieben viele Besucher auch spontan stehen, hörten zu und ließen sich auf ein Gespräch und eine Betrachtung der Bilder im Hauptflur ein.

Geschäftsführer Markus Ebinger bedankte sich bei Frieder Badstübner, dem Kurator, für die Organisation der regelmäßigen Ausstellungen der Martha-Maria Stiftung und bei allen Beteiligten und lud dann zu einem Besichtigungsrundgang und Gesprächen mit der Künstlerin bei einem kleinen Imbiss ein.

  • Pastorin Sabine Schober, Markus Ebinger, Pastor Winfried Bolay und Rolf Meske (von links)
  • Die Töchter der Künstlerin Lena und Hanna
  • Mitarbeiterinnen und Besucher in der Ausstellung
  • Katrin Wetzel (rechts) mit zwei Besucherinnen
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Pastor Bolay mit Katrin Wetzel von den Bildern "Kaffeeklatsch"

Pastor Bolay mit Katrin Wetzel von den Bildern "Kaffeeklatsch"

Heartbeat - Herzschlag

Heartbeat - Herzschlag

Gardasee von oben

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