Martha-Maria: Wer wir sind, was uns auszeichnet und antreibt
Beim Diakoniewerk Martha-Maria arbeiten mehr als 4.100 Menschen aus über 75 Nationen. Das beginnt beim Altenpfleger geht über die Controllerin, den Koch, die Diakonisse und die Sekretärin bis hin zum Techniker.
Dabei treibt uns alle unser Leitmotiv an: Wir sind das Unternehmen Menschlichkeit. Wir arbeiten für Menschen. Wir sind für die Menschen da, die sich Martha-Maria anvertrauen. Das gilt für die Bewohner in den Senioreneinrichtungen, Patienten im Krankenhaus, Gäste in unseren Hotels, Schüler in der Ausbildung und auch Krippen- und Kindergartenkinder.
Ihnen allen helfen wir. Dafür verbinden wir fachliche Kompetenz mit persönlicher Zuwendung. Täglich behandeln, betreuen und pflegen wir fast 3.000 Menschen in Bayern und Baden-Württemberg. Unser Tun folgt dabei dem christlichen Auftrag zur Nächstenliebe. Zentral ist dabei die Wertschätzung jedes einzelnen Menschen.
“Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.”
Martha-Maria: Ein Name, der verpflichtet
Wer sind Martha und Maria?
Der Name Martha-Maria kommt aus der Bibel. Martha und Maria waren zwei Schwestern, die zur selben Zeit wie Jesus in Palästina gelebt haben. Eines Tages hat Jesus sie besucht. Das allein war schon sehr ungewöhnlich für die damalige Zeit.
Noch ungewöhnlicher aber war, dass eine der beiden Schwestern – nämlich Maria – sich beim Besuch des berühmten Rabbi nicht um Essen und Trinken kümmerte. Stattdessen setzte sich Maria zu Jesus und hörte ihm zu.
Martha ärgerte sich darüber sehr und forderte Jesus auf dafür zu sorgen, dass Maria in der Küche mithalf – so, wie sich das für Frauen gehörte. Der lehnte das rundweg ab: Maria habe genau das Richtige getan und zugehört.
Wofür stehen Martha und Maria?
Zur Nächstenliebe gehört also beides: zuhören und helfen. Durch Helfen und Hören, mit fachkundiger Hilfe und menschlicher Zuwendung, wollen wir zur Menschlichkeit in unserer Gesellschaft beitragen. In diesem Sinne verstehen wir uns als „Unternehmen Menschlichkeit“ – und das schon seit mehr als 130 Jahren.
1889 gründeten die Diakonissen Luise Schneider und Elise Heidner in Zusammenarbeit mit dem methodistischen Pastor Jakob Ekert eine Schwesternschaft in Nürnberg als Verein für allgemeine Krankenpflege. Dabei übernahmen sie die Organisation und Lebensform der Kaiserswerther Diakonie, die 1836 von Friederike und Theodor Fliedner gegründet wurde.
Das Diakoniewerk Martha-Maria gehört zur Evangelisch-methodistischen Kirche, die auf den englischen Pfarrer John Wesley zurückgeht. Wesley gründete Mitte des 18. Jahrhunderts eine geistliche und soziale Bewegung, aus der eine weltweite Gemeinschaft aus Kirchen und Gemeinden entstanden ist. Prägend ist dabei bis heute die Verbindung von Glauben und tätiger Nächstenliebe. Das ist auch das Fundament des Diakoniewerks Martha-Maria.
Unsere kirchlichen Wurzeln
Martha-Maria ist ein selbstständiges Diakoniewerk in der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). Die EmK gehört zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und ist Mitglied im Diakonischen Werk. Es weiß sich dem christlichen Auftrag zur Nächstenliebe verpflichtet.
Mit den folgenden kirchlichen und diakonischen Institutionen arbeiten wir in enger Verbundenheit.
Unser Zeichen
Unsere Geschichte
Am 4. Februar 1889 gründeten die Diakonissen Luise Schneider und Elise Heidner in Zusammenarbeit mit dem methodistischen Pastor Jakob Ekert eine Schwesternschaft als Verein für allgemeine Krankenpflege.
Den Namen Martha-Maria wählten sie, weil sie den Menschen umfassend helfen wollten. Jesus Christus wandte sich in besonderer Weise den Menschen zu und verwirklichte damit die Liebe Gottes. Daran orientiert sich unser Auftrag bis heute.
Der Name erinnert an eine Geschichte aus der Bibel: Jesus ist bei Martha und Maria zu Gast. Während Martha ihn versorgt, setzt sich Maria zu Jesus und hört ihm zu.
Der Name Martha-Maria ist uns Verpflichtung und Programm. Das Helfen und das Hören bestimmen unsere Arbeit.
Unsere Geschichte
4. Februar 1889
Diakonisse Luise Schneider, Diakonisse Elise Heidner und Prediger Jakob Ekert beginnen die Arbeit von Martha-Maria – unter anderem in der häuslichen Krankenpflege. Im selben Jahr eröffnet Diakonisse Elise Heidner eine Privatpflegestation in München.
7. Juni 1896
Als erste Missionsschwester wird Diakonisse Elise Heidner nach Togo ausgesandt.
3. Juni 1903
Einweihung der Klinik in der Sulzbacher Straße in Nürnberg und Beginn der eigenen Schwestern-Ausbildungsstätte.
16. August 1939
Erwerb von Baugelände in der Stadenstraße in Nürnberg-Erlenstegen mit der Einweihung des damaligen Luisenheims und des Elisenbrunnens im Mai 1941.
2. Januar 1945
Totalzerstörung sämtlicher Gebäude in Nürnberg mit Evakuierung der Schwesternschaft in die Heil- und Pflegeanstalt nach Ansbach.
1. Januar 1946
Einzug der Schwestern in das Haus Wolfrathshauser Straße 109 in München-Solln.
22. April 1947
Einweihung der Kinderklinik Martha-Maria in der Fährstraße in Halle an der Saale.
1948
Die Schwestern kehren nach Nürnberg zurück, räumen die Trümmer weg und beginnen mit dem Wiederaufbau.
30. Juni 1950
Einweihung der Frauenklinik in der Sulzbacher Straße in Nürnberg nach dem Wiederaufbau.
1. Mai 1958
Das erste "Diakonische Jahr" beginnt.
25. September 1959
Das Mutterhaus in der Stadenstraße 64 in Nürnberg wird durch Bischof Dr. Friedrich Wunderlich eingeweiht.
20. September 1968
Einweihung des Krankenhauses in der Stadenstraße 58 in Nürnberg-Erlenstegen.
13. Juli 1969
Die Eben-Ezer-Kirche wird eingeweiht.
10. Dezember 1971
Der Krankenhaus-Neubau in der Wolfratshauser Straße 109 in München wird ebenso wie das Schwesternwohnheim eingeweiht.
29. Juli 1972
Einweihung des Luisenheims (Feierabendheim der Diakonissen) in Nürnberg.
28. Oktober 1976
Das Seniorenzentrum Martha-Maria mit Pflegeheim wird in der Stadenstraße 93 in Nürnberg eingeweiht.
1. Dezember 1976
Eröffnung des Kindergartens Martha-Maria in der Stadenstraße 97 in Nürnberg.
Januar 1991
Die Kinderklinik in Halle wird nach der Wiedervereinigung Deutschlands in die Trägerschaft des Diakoniewerks Martha-Maria zurückgeführt.
11. Januar 1995
Einweihung des Seniorenzentrums in München.
1995 bis 1997
Einweihung der Klinik für Neurologie in der Fährstraße in Halle und Gründung einer gemeinsamen Trägergesellschaft mit der Stadt Halle zur Übernahme des Krankenhauses Dölau.
Am 1. Januar 1997 wird der eigenständige Krankenhausbetrieb von Martha-Maria in der Fähr- und Krukenbergstraße in Halle wieder beendet. Die Klinikarbeit geschieht fortan ausschließlich in der "Städtisches Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau gGmbH".
1997
Eröffnung des Seniorenzentrums in Lichtenstein-Honau mit Diakoniestation.
1. Januar 1999
Kauf des Seniorenzentrums in Nagold.
2000
Beginn der Generalsanierung (bis 2013) des Krankenhauses Nürnberg. Erster Bauabschnitt: das neue Behandlungszentrum (Nordanbau) sowie der Eingangsbereich.
30. Juni 2000
Nach 65 Jahren muss die beliebte Staatsrat von Fetzer-Klinik in Stuttgart geschlossen werden.
1. Juli 2000
Das neue Leitbild von Martha-Maria wird vorgestellt.
14. September 2000
Einweihung des Seniorenzentrums Stuttgart.
2002
Beginn der Partnerschaft mit dem Krankenhaus Chicuque in Mosambik.
2002 und 2003
Im April 2002 ziehen nach über 90-jähriger Tätigkeit die Diakonissen aus Halle in das Mutterhaus nach Nürnberg. Die Diakonissen aus Stuttgart folgen nach über 97 Jahren im Dezember 2002 und im Februar 2003 ziehen die letzten Diakonissen aus München nach Nürnberg.
2003
In Lichtenstein-Honau wird das frühere Altenheim "Olgahöhle" in eine betreute Wohnanlage umgebaut und eröffnet.
2003
Gründung der Martha-Maria-Stiftung, einer rechtlich nicht selbstständigen Stiftung, und Aufbau eines Freundes- und Förderkreises.
Januar 2004
Ausgliederung der Altenhilfeeinrichtungen in Nürnberg, München, Stuttgart und Nagold in eine 100-prozentige Betriebsgesellschaft: die Martha-Maria Altenhilfe gGmbH.
1. Januar 2004
Gründung der Martha-Maria Service GmbH.
2004 bis 2012
In der Krankenpflegeschule in Nürnberg, die am 2. Oktober 1975 eingeweiht wurde, gibt es das Modellprojekt "Integrative Ausbildung in der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege".
11. Oktober 2008
Einweihung des neuen Pflegeheims im Seniorenzentrum Martha-Maria in Wüstenrot.
2. Juni 2011
Festfeier zur Wiedereröffnung des Martha-Maria Hotels in Hohenschwangau mit Gästen aus Mosambik. 18 neu sanierte Zimmer und ein gelungener Anbau mit Seminarraum wurden in achtmonatiger Umbauzeit geschaffen.
4. September 2012
Nach der Fertigstellung des neuen Anbaus an die Kindertagesstätte in Nürnberg wird die Kinderkrippe eröffnet.
23. Februar 2014
"Treffpunkt Martha-Maria": Feier zum 125-jährigen Jubiläum des Diakoniewerkes Martha-Maria am 23. Februar mit annähernd tausend geladenen Gästen – darunter viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Standorten.
2015
Umzug der Diakonissen aus dem Mutterhaus in das Luisenheim. Nach 56 Jahren wohnen nun keine Diakonissen mehr in der Stadenstraße 64.
15. März 2015
Einweihung des Seniorenzentrums Martha-Maria in Eckental nach 18-monatiger Bauzeit.
1. November 2016
Als erste Einrichtung in Nürnberg setzt das Krankenhaus Martha-Maria die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zum verantwortungsvollen Umgang mit menschlichem Blut um.
11. Juli 2019
Einweihungsfeier der neu gebauten Kindertagesstätte in Nürnberg.
2019
2019 wird die Martha-Maria MVZ Süd gGmbH Nürnberg und München als 100-prozentige Tochter der Martha-Maria Krankenhaus gGmbH gegründet. Mit der Martha-Maria MVZ Halle gGmbH und der Martha-Maria MVZ Süd gGmbH haben die beiden MVZ-Gesellschaften insgesamt 30 Sitze.
März 2020
Die Corona-Pandemie bestimmt für zwei Jahre des Leben. Krankenhäuser, Altenhilfeeinrichtungen und Hotels wurden belastenden Hygieneauflagen unterzogen oder mussten zeitweise schließen. Viele Veranstaltungen mussten ausgesetzt werden.
Herbst 2020
Die Krankenpflege-Schule in der Stadenstraße in Nürnberg feiert ihr 100-jähriges Jubiläum.
2022
Die Charta gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus wird von mehreren Tausend Mitarbeitern unterzeichnet.
22. Mai 2022
Das neue Seniorenzentrum in Nagold-Hochdorf mit 45 Pflegeplätzen, zwölf Tagespflegeplätzen, 30 Betreuten Wohnungen und einer Diakoniestation wird eröffnet.
Unsere Chronik
Die Martha-Maria Zeitung, Ausgabe 162: 125 Jahre Martha-Maria
PDF-Datei (3 MB)
Die Martha-Maria-Chronik: 1889 bis 1918
PDF-Datei (165 KB)
Die Martha-Maria-Chronik: 1919 bis 1938
PDF-Datei (162 KB)
Die Martha-Maria-Chronik: 1939 bis 1964
PDF-Datei (182 KB)
Die Martha-Maria-Chronik: 1965 bis 1989
PDF-Datei (229 KB)
Die Martha-Maria-Chronik: 1990 bis 2012
PDF-Datei (300 KB)
Die Martha-Maria-Chronik: 100 Jahre Martha-Maria
PDF-Datei (19 MB)
Die Martha-Maria-Chronik: 2013 bis 2017
PDF-Datei (94 KB)
Die Martha-Maria-Chronik: 2018 bis 2019
PDF-Datei (47 KB)
Die Martha-Maria-Chronik: 2020 bis 2022
PDF-Datei (70 KB)