Diakoniewerk Martha-Maria

Unsere Stimme gegen Gewalt an Frauen!

Zwei Frauen umarmen sich lächelnd in einem hellen Raum.

Keine Gewalt gegen Frauen. Nicht bei uns. Nirgends.

Am 25. November steht die Welt im Zeichen eines Ziels: Gewalt gegen Frauen muss enden. Martha-Maria stellt sich an die Seite der Betroffenen – an diesem Tag und an jedem anderen.

Ein Tag, der uns alle angeht

Jede dritte Frau weltweit erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt – meistens durch einen nahen Menschen. In Deutschland wird  jeden zweiten Tag eine Frau von ihrem  (Ex-)Partner umgebracht. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch: eine Mutter, eine Freundin, eine Kollegin, eine Nachbarin, eine Tochter. Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache. Sie ist ein Menschenrechtsverstoß, den wir nicht hinnehmen dürfen.

Orange the World: Für Gerechtigkeit, Schutz und Verantwortung

Der 25. November eröffnet die weltweiten „16 Tage gegen Gewalt an Frauen", die bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember reichen. Das internationale Motto 2026 lautet: „Gerechtigkeit sicherstellen, Überlebende schützen, Straflosigkeit beenden." In diesem Jahr rückt die UN-Kampagne außerdem die Verantwortung von Männern und Jungen in den Mittelpunkt: Nicht alle Männer sind Täter – aber alle können Veränderung anstoßen.

Orange ist die Farbe der Kampagne. Sie steht für eine Zukunft ohne Gewalt. Unternehmen, Städte und Menschen weltweit setzen damit ein Zeichen: null Toleranz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Nicht jede Gewalt ist sichtbar: So erkennen Sie toxische Beziehungen

Gewalt fängt selten mit einem Schlag an. Meist beginnt sie mit Kleinigkeiten: ein abwertender Kommentar, extreme Eifersucht, der Vorwurf, nie etwas richtig zu machen. Wer davon betroffen ist, zweifelt oft zuerst an sich selbst – nicht an der Beziehung.

Genau hier setzt das Online-Angebot „Wie erkenne ich eine toxische Beziehung?" an. Es beschreibt die Warnsignale emotionaler Gewalt, erklärt, warum Betroffene sie so schwer einordnen können und zeigt Wege heraus: vom offenen Gespräch mit Vertrauten bis zur professionellen Beratung. Eins wird dabei deutlich: Psychische Gewalt ist echte Gewalt – und die Verantwortung liegt bei der Person, die sie ausübt.

Das Angebot richtet sich genauso an Betroffene wie an Angehörige, Freundinnen, Kolleginnen und Kollegen, die hinsehen und helfen wollen. Wer den Verdacht hat, in einer toxischen Beziehung zu stecken, hat bereits eine wichtige Erkenntnis gewonnen – der nächste Schritt ist, dem eigenen Gefühl zu vertrauen und sich Unterstützung zu holen.

https://www.aok.de/pk/magazin/familie/beziehung/was-ist-eine-toxische-beziehung-anzeichen-und-wie-sie-hilfe-finden/

 

Sie sind betroffen? Sie sind nicht allein.

Wenn Sie Gewalt erleben oder eine Frau kennen, die Hilfe braucht – zögern Sie nicht. Alle Angebote sind vertraulich und kostenfrei:

Warum Martha-Maria handelt

Als christliches Diakoniewerk verstehen wir uns als „Unternehmen Menschlichkeit". Menschlichkeit heißt auch Schutz für Menschen, die Gewalt erleben oder erlebt haben – unter ihnen Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende, Angehörige.

Deshalb hat Martha-Maria ein verbindliches Gewaltschutzkonzept. Es gilt für alle unsere Krankenhäuser, Seniorenzentren, Schulen und Einrichtungen. Jeder Standort hat eigene Ansprechpersonen zum Gewaltschutz; die Gewaltschutzbeauftragten des Diakoniewerks koordinieren Prävention, Intervention und Aufarbeitung. Unser Anspruch: Hinschauen, zuhören, handeln – damit niemand allein bleibt.

 

Was jede und jeder tun kann

Gewalt gegen Frauen endet nicht durch Wegsehen, sondern durch Hinschauen und Handeln. Vier Dinge können Sie ab heute tun: 

  • Zuhören, ohne zu urteilen, wenn sich jemand anvertraut. 
  • Betroffenen glauben, wenn sie von Gewalt erzählen. 
  • Nicht wegsehen, wenn im eigenen Umfeld Grenzen überschritten werden. 
  • Und das Thema ansprechen – im Kollegium, in der Familie, im Freundeskreis –, denn Respekt und Gleichberechtigung sind keine Verhandlungsfrage.

Aufmerksamkeit ist der erste Schutz!

 

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